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Idee und Leben

 

Nach all den Göttern.. , Nach all den Kriegen.. , Nach all den wirtschaftlichen zwängen..

werden wir erkennen müssen, daß der Mensch das Maß aller Dinge ist.

Dieses Maß finden wir verwässert in den Religionen

und am reinsten in der Kunst.

 

1995 lebte und arbeitete ich in Offenburg. Im Keller meiner damaligen Wohnung schuf ich meine erste Stahlskulptur, mit dem Wunsch einer ehrlichen Bestandsaufnahme entstand ...... "die Maske".

Daraufhin kündigte ich meine Stellung (nach 8 Jahren) mitsamt Wohnung und mietete mir ein altes Bauernhaus mit riesiger Scheune, inmitten des Schwarzwaldes.

Der Hof war eine Ruine. Ohne Wasser und Strom, Bäume lagen auf dem Dach, aber der Kuhstall war groß genug für eine Werkstatt, und die Miete harmonisierte mit den zu erwartenden Einnahmen (<O).

Inzwischen sind 13 Jahre vergangen, und ich habe alles was ich brauche um Skulpturen aus Stahl und zu erschaffen.

Meine Eisenskulpturen und Stahlplastiken haben nur eines zum Thema, den Menschen; jenes begrenzte Wesen, welches in seinem Inneren die Unendlichkeit birgt.

Der Mensch hat nur 5 Sinne, jeder einzelne dieser Sinne hat nur ein ganz kleines Spektrum innerhalb dessen er fähig ist wahrzunehmen, d.h. zu interpretieren und sich dem Bewußtsein mitzuteilen.

Aus diesen mannigfach veränderten Eindrücken, und deren Sortierung und Einbindung in bereits erfahrenes und als wahr erachtetes, entsteht in uns eine komplexe Welt;

- unsere Realität

Das diese Realität nur verzerrt die Außenwelt spiegelt, ein Umstand den ich oft in meinen Skulpturen zum Ausdruck verwende, liegt in der Natur der Sache ebenso wie die hartnäckige Weigerung erfahrenes nur als persönlich gestalteten Eindruck zu realisieren. Eine sich dem objektiven nähernde, wahrgenommene Welt kann es nicht geben, weil weder Objektivität im fragmentarischen möglich ist, noch es eine Welt überhaupt gibt.

Welt und Mensch stehen in einer ständigen Wechselbeziehung der konkreten Realisierung.

Jeder Mensch lebt in seiner Realität, ich zeichne in meinen Skulpturen diese

"innere Wirklichkeit " auf; ihre Auswüchse und Widersprüche, aber auch ihre Statik und Macht.

Über Skulpturen zu reden fällt schwer, wenn man z.b. 6 Wochen über die Darstellungsmöglichkeiten der "Gesellschaft in unserem Jahrhundert", oder das was ich mir darunter vorstellte, nachdachte, worauf die Skulptur "Mehr" entstand, und ich gebeten werde etwas dazu zu sagen, fällt mit nur das fragmentarische meiner Aussagen auf.

Die Skulpturen gestalte ich oft so, dass man auf den ersten Blick Inhalte erkennen kann, diese ersten Gedanken des Betrachters nehme ich als Einstieg in die Tiefen unseres Seins.

Ich sehe meine Stahlskulpturen als Begleiter,

wenn Sie im Raum stehen und Wochen und Monate wirken, entfalten Sie Stück für Stück ihre Welt.

 

Um meine Metallskulpturen zu verstehen braucht man vielleicht auch Wissen über die Herstellung und die Bearbeitung von Eisenskulpturen, dies finden Sie in der Rubrik

Schmiede und Werkstatt

 

 

Begrenzung 45 mm

 

In der Skulptur "Begrenzung 45 mm" sehen wir einen ca. 1 Meter großen Mann,

seine äußeren Umrisse sind auf 45 mm begrenzt, er steht gerade und hält seine Arme, ans Militär erinnernd, längs zum Körper, die Hände kommen flach auf dem Oberschenkel zur Ruhe.

Der Zeigefinger ist an beiden Händen leicht von der Schenkelfläche gelöst und kommt als Rundplastik frei in den Raum; auch teile der Arme, und die Ellenbogen stehen frei in den "inneren" Raum.

Der Bauch ist poliert, und spiegelt in seinen Rundungen die Umgebung wider.

Der Kopf, ebenfalls poliert, hat ein feingezeichnetes Gesicht, mit einem eher verkniffenen, oder als mürrisch zu bezeichnenden Ausdruck.

Die mattierten Beine mit ihren geometrisch, abstrakten Füßen, runden den ersten Eindruck der alles in allem doch als vernehmbar zu bezeichnenden Skulptur ab.

Die einfache geometrische Grundform mit dem Verzicht auf jegliche raumgreifende Gestik, verstärkt den einfachen und unaufdringlichen Eindruck der Skulptur, und erinnert durch "den Block" auch an ägyptische Art.

Der Kopf, das größte Volumina, bildet die äußere Begrenzung der Skulptur. Er ist mit seinen 45 x 45mm auch namensgeber.

Diese geistige Enge begrenzt sein ganzes sein, an keiner Stelle tritt er aus diesem Format heraus .(Dem aufmerksamen Betrachter wird nicht entgangen sein, daß die Nase eine Außnahme bildet.)

Wenn man eine Skulptur so einfach Interpretieren könnte, würde ich keine erschaffen.

Die besondere Form des offenen, unbestimmten Dialoges ist es der die Skulpturen auszeichnet.Sie sprechen nicht in klaren, an die Logik, sich wendende Worte,

sie erreichen und kommunizieren mit dem Betrachter nur in der Form und dem Inhalt, die er zuläßt und versteht.